Alle zwei Jahre erhebt
Microsoft eine Studie, in der 13.000 Konsumenten in 13 Ländern zu ihrem Umgang
mit Geräten, Plattformen und Anwendungen befragt werden. Die aktuelle Studie
unter dem Titel „Digital Trends 2015“ belegt, dass Konsumenten zur Organisation
des Alltags zunehmend Technologie nutzten.
Eine zentrale Erkenntnis der Studie ist, dass 80 Prozent der Deutschen sind sich des Wertes ihrer
digitalen Daten bewusst und wissen, dass diese für eine bessere Nutzererfahrung
oder einen Gegenwert eingetauscht werden können. Jeder Zweite (43 Prozent) zeigt
sogar Interesse daran, Informationen gegen eine Entlohnung einzutauschen –
voraus-gesetzt es wird offengelegt, wofür die Daten benutzt werden.
Für Deutschland lassen sich folgende Trends zusammenfassen:
IntelligentlyON
Um die Flut der Informationen aus dem Internet in den Griff zu bekommen, werden
digitale Services gewünscht (49 Prozent)
, mit denen man Inhalte direkt nach den eigenen persönlichen Interessen filtern
und nach Relevanz organisieren kann
Realität neu definiert
Der Kunde 3.0 wird immer anspruchsvoller: 42 Prozent wünschen sich Geräte und
Services, .die es ermöglichen die Grenzen zwischen digitaler und physikalischer
Lebenswelt aufzuheben. Unternehmen, denen es gelingt eine Brücke zwischen
diesen Lebenswelten zu schlagen und die Konsumenten sowohl online als auch
offline erreichen, stehen vor einem großen Potential: Laut Angaben nutzen
bisher nur 9 Prozent der Deutschen diese Dienste.
Recht auf meine Identität
Je öfter Verbraucher im Internet
unterwegs sind, desto mehr hinterlassen sie Spuren. Daher wünschen sie sich ein
höheres Maß an Kontrolle über ihr digitales Abbild: 70 Prozent der Deutschen
haben Interesse an digitalen Diensten, die sie dabei unterstützen, ihre
persönlichen Daten zu kontrollieren. 57 Prozent möchten selbst entscheiden, wie
lange bestimmte Inhalte und Informationen online erscheinen.
Life Analytics
Selftracking- für die einen Impuls der Neugierde, für die Anderen ein
Hilfsmittel, bewusster, wenn nicht sogar gesünder zu leben. Die Möglichkeit,
tägliche Bewegung, Trainingseinheiten, Kalorien etc. zu kontrollieren wird mit
sogenannten Selftracking Diensten und Wearables immer interessanter. Gaben 2013
noch 41 Prozent der Deutschen an, noch nie ein Selftracking Gerät oder Service
genutzt zu haben, waren es in der aktuellen Studie nur noch 25 Prozent.
Nischennetzwerke
Standardnetzwerke nach dem „One Fits All-Prinzip” werden immer uninteressanter.
Gefragt sind Soziale Netzwerke, die sich an den speziellen Interessen der
Nutzer orientieren: 38 Prozent der Deutschen wünschen sich „Nischennetzwerke”,
die den Austausch zu einem bestimmten Thema erleichtern.
The New Age of Discovery
Kunden erwarten einfach mehr als nur den Standard: 37 Prozent der Nutzer
wünschen sich, Anregungen und Angebote zu erhalten, die auf die persönlichen
Interessen zugeschnitten sind. Gewinner werden Unternehmen sein, die ihre
Kunden wirklich kennen: Mehr als jeder Dritte (35 Prozent) erwartet, dass
Unternehmen die Bedürfnisse ihrer Kunden kennen und wünscht sich, Vorschläge
für neue Produkte und Services zu erhalten.
Raum für Kreativität
Kunden möchten Einfluss nehmen und ihr digitales Leben mitgestalten. In
Deutschland interessiert sich mehr als jeder Dritte (34 Prozent) für anpassbare
Services und Produkte. Den Verbraucher bei der Gestaltung zu beteiligen, zahlt
sich aus: 54 Prozent der deutschen Konsumenten geben an, dass sie eher bei
einem Unternehmen einkaufen, das ihnen ermöglicht, Produkte mitzugestalten, als
bei Unternehmen, die diese Möglichkeit nicht bieten.
Eine Steilvorlage...
für alle, die ihre Kunden wirklich ernst nehmen wollen. Diese Studie liefert viele wertvolle Anregungen für jedes Unternehmen. Gerade in unser schnelllebigen Zeit ist es wichtig, in regelmäßigen Abständen, seine Angebote, Services und Abläufe zu hinterfragen. Welchen der oben genannten Punkte werden Sie als erstes in Angriff nehmen?