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Dienstag, 22. August 2017

Megathema Digitalisierung - Können Sie es noch hören?

An dem Thema Digitalisierung kommt man nicht vorbei. Manche können das Wort schon nicht mehr hören. Dabei geht es gerade erst so richtig los. Die Digitalisierung verändert unser aller Leben. Wir sind Zeitzeugen eines gewaltigen Veränderungsprozesses. Begreifen wir was da gerade abgeht?

Im privaten Bereich erleben wir die Veränderungen scheinbar locker und positiv. Im Berufsalltag, in den Unternehmen ist der Umgang mit diesem Thema sehr diffus. Die einen sind aktiv, andere irritiert oder gar ratlos. Dabei geht es um nicht weniger als die Zukunft des Unternehmens.

Und damit um eine ganz zentrale Frage, die sich Unternehmen, Organisationen stellen sollten „Kennen wir unsere Kunden gut genug,
… um auf den richtigen Kanälen mit ihnen zu kommunizieren und Geschäfte zu machen?“
… um die richtigen Informationen, im richtigen Format an den für Kunden relevanten    
   Kontaktpunktpnkten zur Verfügung zu stellen?“

… um die richtigen Produkte und Dienstleistungen anzubieten?“

… um unsere Mitarbeiter in die Lage zu versetzen, bestmöglich mit unseren Kunden zu agieren?“
… um unseren Mitarbeitern alle relevanten Informationen bedarfsgerecht bereitzustellen?“
… um unseren Mitarbeitern den notwendigen Entscheidungsspielraum einzuräumen?“

… um mit unseren Abläufen und Prozessen,
   -- die von Kunden gewünschte Erreichbarkeit (24 Stunden/7Tage) sicherzustellen?“
   -- die nach innen und außen gewünschte Transparenz sicherzustellen?“
   -- Mitarbeitern zu ermöglichen, auf alle relevanten Kundeninformationen zugreifen können?“
 

Wann haben Sie sich das letzte Mal diese oder ähnliche Fragen gestellt? Und wie sind die Antworten auf diese Fragen ausgefallen? 

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Freitag, 3. Juni 2016

Der erste Schritt für Unternehmer auf dem Weg in die digitale Transformation

Im ersten Teil der Serie habe ich dargelegt, dass sich die Zeit nicht zurückdrehen lässt. Die Digitalisierung schreitet immer weiter voran und erfasst weite Bereiche unseres Lebens. Experten sehen uns am Anfang einer gravierenden Umwälzung unseres sozialen Miteinanders und sprechen gar von einer digitalen Revolution. Jeder Unternehmer sollte sich damit auseinandersetzen, dass die unternehmerische Zukunft digital ist.

Viele Unternehmer sind unsicher, ob und wie sie die Digitalisierung ihres Unternehmens in Angriff nehmen sollen. Sie besuchen eine der unzähligen Veranstaltungen zur Digitalisierung, um zu verstehen, auf was zu achten ist und wie man es macht.

Die Digitalisierung wirkt sich im gesamten Unternehmen aus und hat unterschiedliche Gesichter. Stellt man sich das Unternehmen als ein Puzzle aus vielen Einzelteilen vor, so wirkt sich die digitale Transformation auf alle Puzzleteile aus – und das Puzzle funktioniert nur, wenn man alle Teile richtig miteinander verbindet. Die meisten Veranstaltungen zur Digitalisierung zeigen (je nach Akteur/Sponsor) aber nur für einen Teil des Unternehmens Antworten auf (in der Regel IT-Lösungen). Unternehmer sind nach den Veranstaltungen oftmals ernüchtert, da sie kaum eine Antwort auf die zentrale Frage bekommen haben: Was hat mein Unternehmen – in seiner Gesamtheit - mit der Digitalisierung zu tun?

Wichtig: Die digitale Transformation ist Chefsache!

Egal wie groß das Unternehmen ist und egal wie eingespannt man durch das Tagesgeschäft ist: Die (Verantwortung für die) digitale Transformation lässt sich nicht „nach unten“ oder zu einem Spezialisten delegieren!  Warum? Es ist jedes Puzzleteil des gesamten Unternehmens betroffen, jede Führungskraft, jeder Mitarbeiter. Ja sogar das Geschäftsmodell muss kritisch hinterfragt werden. Es gilt von Anfang an für das Unternehmen wichtige und richtige Entscheidungen zu treffen.


Vor der Veränderung muss man Digitalisierung verstehen


Geschäftsführung

Zunächst muss ich als Geschäftsführer bereit sein für die Veränderung und muss verstehen, was die Wirkmechanismen der Digitalisierung sind. Wenn ich das verstehe, dann kann ich auch verstehen, welche Auswirkung die Digitalisierung auf mein Unternehmen hat.

Die Zeit ist knapp, schnell muss es gehen. Aber auch gründlich. Mit einem Fachgespräch bzw. einem Expertencoaching erhält man eine erste Ahnung davon, wie die Digitalisierung unser Leben verändert. Man sollte über die technischen Aspekte genauso wie über digitalisierte, serviceorientierte Geschäftsmodelle und ihre Wechselwirkung zu den gesellschaftlichen Veränderungen sprechen. So erlangt man einen ersten Eindruck davon, welche Veränderungen auf das Unternehmen zukommen werden.

Die Digitalisierung wird in vielen Bereichen unseres Lebens ebenso wie im Unternehmen einen Bruch mit dem Gewohnten mit sich bringen. Als Geschäftsführer muss man für die digitale Transformation bereit sein, loszulassen und aus Gewohnheiten auszubrechen. Mit einem Coaching lassen sich Fragestellungen klären wie z.B.
  • wie finde ich mich persönlich mit den Veränderungen zurecht?
  • wie schaffe ich es in der Veränderung den Überblick zu behalten? oder
  • wie kann ich meine Führungskräfte und Mitarbeiter für die gravierenden Veränderungen gewinnen?


Führungskräfte

In einem zweiten Schritt sind die Führungskräfte einzubinden. Mit ihnen ist eine gemeinsame Haltung zur digitalen Transformation zu entwickeln. Mit einem Workshop lässt sich z.B. ein einheitliches Grundverständnis über die digitale Zukunft gewinnen und deren potenzielle Auswirkungen auf das Unternehmen  gemeinsam erarbeiten.

In einer Zukunftswerkstatt können die Führungskräfte gemeinsam ein Bild davon entwickeln, welche Bedeutung die Merkmale der Digitalisierung wie zum Beispiel Kundenfokussierung, Big Data, Transparenz, Teilen, Serviceorientierung zukünftig innerhalb des Unternehmens sowie in der Beziehung zur Außenwelt (z.B. Lieferanten, Kunden) einnehmen werden. Sie sollten dabei auch eine Vorstellung davon entwickeln, wie sich die Märkte und insbesondere die Kunden mit ihrem Verhalten, ihrem Bedarf sowie ihren Ansprüchen und Erwartungen verändern werden.

Weitere Informationen und Beispiele zu Methoden in dieser frühen Phase der digitalen Transformation finden sie hier.

Wenn in der Geschäftsführung und im Führungskreis die Erkenntnis gereift ist, wie das Unternehmen von der Digitalisierung betroffen sein wird, können die nächsten Schritte in Angriff genommen werden. Näheres hierzu folgt im 3. Teil dieser Serie.


Bislang erschienene Posts in dieser Serie:


Die Serie zum Aufbruch in die digitale Transformation wird fortgesetzt und behandelt folgende Fragestellungen:


Weitere Beiträge zur Digitalen Transformation in unserem Blog:


Montag, 18. April 2016

Jetzt ist die Zeit zu verhindern, dass Ihr Unternehmen den digitalen Anschluss verpasst

Nicht wenige Experten vergleichen die Digitalisierung mit der industriellen Revolution. Ende des 18. Jahrhunderts ging der initialisierende Funke u.a. von der Erfindung der industriellen Stahlproduktion aus. Das alleine hätte aber für eine Revolution nicht ausgereicht. Hinzu kam ein weit verbreiteter Erfindergeist, der auf der grundlegenden Erfindung aufbaute und sich die neue Errungenschaft zu eigen machte, um Neues zu erfinden. Erst die Nutzung des Stahls z.B. bei den Erfindungen in der maschinellen Industrieproduktion bzw. im Transportwesen (Eisenbahnbau) befeuerte die rasante Ausbreitung und veränderte das damalige Leben grundlegend. Soziale Reformen folgten.

Insofern lohnt es sich zu hinterfragen, wieso der Digitalisierung eine ähnliche Kraft zugesprochen wird, unser Leben grundlegend zu verändern. Was soll sich ändern? Wir haben doch schon alles. Bei genauer Betrachtung können wir feststellen, dass der digitale Stahl bereits vorhanden ist:  Die IT-Infrastruktur mit schnellen Rechnerleistungen, hohem Datenspeichervolumen, (sich in der Fläche immer weiter ausbreitenden) schnellen und leistungsfähigen Datennetzen und einer ausgeprägten Sammelleidenschaft für jedwede verfügbaren Informationen. Die IT-Branche tut das ihrige, um diese Infrastruktur mit Cloud-Technologien, Big Data etc. zu etablieren.

Doch das reicht noch nicht für eine Revolution. Das Vorhandensein der Infrastruktur ist zu wenig, um das Zusammenleben der Gesellschaft auf den Kopf zu stellen. Was jetzt noch fehlt, sind die vielen gesellschaftswirksamen Ideen. Wie kann man die omnipotenten Möglichkeiten der IT nutzen, um damit das Leben der Menschen einfacher, schöner, angenehmer etc. zu gestalten? Und für die Unternehmen ist zu klären, wie man mit diesen Ideen Geld verdienen kann (es fehlen die dazu passenden Geschäftsmodelle).

Traditionalisten werden zu Recht bemängeln, dass es doch schon fast alles gibt und es uns in unserer Gesellschaft im täglichen Leben doch an nichts mangelt. Der Unternehmer, der mit dieser Einstellung der digitalen Transformation unserer Gesellschaft begegnet, wird über kurz oder lang den Untergang seines Unternehmens erleben dürfen. Der österreichische Psychotherapeut und Philosoph Paul Watzlawick hat 1969 den Satz geprägt: "Man kann nicht nicht kommunizieren". Es scheint, als ob dies auch analog für die Digitalisierung gilt: Man kann sich der Digitalisierung nicht verschließen.

Immer mehr wird der Erfolg der Unternehmen davon abhängen, ob man es schafft, die bislang erfolgreiche Unternehmensstory um ein digitales Kapitel zu erweitern; d.h. ob man es schafft, das bislang Gute der bestehenden Geschäftstätigkeit mit den Möglichkeiten der Digitalisierung zu verknüpfen. Innovationen entstehen in der Regel nicht aus Neuerfindungen, sondern aus einer neuen Verknüpfung bereits bestehender Teile. Der Knackpunkt daran ist, dass die führenden Personen im Unternehmen bereit sein müssen, den eingeschlagenen Weg, mit dem das Unternehmen bislang Geld verdient hat, in Frage zu stellen. Die Geschäftsführung muss ggf. bereit sein, Bewährtes aufzugeben zugunsten einer neuen Geschäftsidee. Die Bereitschaft und die Fähigkeit, sich selbst in Frage zu stellen, sind die erfolgskritischen Faktoren unserer Zeit. Dazu bedarf es Persönlichkeiten, die bereit sind, die Komfortzone zu verlassen.

Es ist jetzt, wo die Wirtschaft gut läuft und die meisten Unternehmer keinen Anlass sehen, irgendetwas im Unternehmen zu verändern, der richtige Zeitpunkt, sich mit der Zukunft zu beschäftigen. Und die Zukunft ist digital!

Studien belegen immer wieder, dass die Digitalisierung in deutschen Unternehmen noch nicht wirklich angekommen sei. Die Wirtschaft sei beim Thema digitale Transformation zu träge. Aber das ist nur die halbe Wahrheit. Die IT-Branche bietet umfassende digitale Lösungen an, doch viele Unternehmen interessieren sich nicht für das vorhandene Angebot. Sie verstehen nicht, wozu sie die neue Informationstechnologie brauchen – schließlich läuft das Unternehmen mit der vorhandenen Infrastruktur gut. Weit verbreitet mangelt es an der Fähigkeit, die Fachkenntnis und das bestehende Geschäftsmodell auf einer Sinn- und Fachebene mit digitalen Elementen zu verknüpfen und darauf aufbauend, losgelöst von der IT-Infrastruktur, eine digitale Unternehmensstrategie zu entwickeln. Oft scheitert das Management daran, von selbst die Vorstellungskraft zu entwickeln, wie sich das Unternehmen digitale Optionen zu eigen machen und in der digitalen Geschäftswelt positioniert werden kann. Vor allem fehlt es an Kenntnissen und verlässlichen Projektionen, wie sich die Märkte und die Kunden sowie deren Bedarf in der digitalen Welt verändern werden.

Wie schafft man es, die Köpfe zu öffnen und sich auf etwas grundlegend Neues einzulassen? Aus sich heraus wird das ein schwerer, steiniger und sehr langer Weg, dessen Ende viele Unternehmen nicht erreichen werden (wer’s nicht glauben mag, der schaue sich an, mit welcher Marktmacht z.B. Amazon und Zalando aus dem Nichts etablierte Unternehmen verdrängen). Im digitalisierten Markt zählt aber neben der guten Geschäftsidee vor allem die Geschwindigkeit!

Nach dem römischen Dichter und Philosophen Lukrez "kann aus nichts nichts entstehen". Übertragen auf die digitale Transformation heißt das: Wenn im Unternehmen keine hinreichende Expertise zur Digitalisierung vorhanden ist (was in vielen Unternehmen der Fall sein dürfte), ist es beinahe unmöglich, alleine mit den vorhandenen Mitarbeiterressourcen erfolgreich den digitalen Wandel zu vollziehen. Hilfe finden Manager/Geschäftsführer außerhalb des Unternehmens. Mit externer Unterstützung kommt man schneller und zielstrebiger in einen Zustand, sich mit dem Status Quo sachlich kritisch auseinanderzusetzen (ohne dass z.B. aus persönlichen/politischen Gründen taktiert oder schöngeredet wird). Ebenso beschleunigt externes Wissen über Projektionen zur digitalen Gesellschaft, verändertes Kundenverhalten / Kundenfokussierung und zu modernen (digitalen) Business-Plänen den Lernprozess, um ein Verständnis über unser Leben in einer digitalen Gesellschaft zu erlangen. Das ist die Grundvoraussetzung, um darauf aufbauend eigene Geschäftsideen umzusetzen.

Ob fachliche Beratung, Coaching oder Workshop – die optimale Form der Unterstützung hängt von der Situation im Unternehmen und den handelnden Personen ab. Ziel im digitalen Erkenntnisprozess sollte es sein, dass Geschäftsführer / Manager zuerst Antworten auf folgende 3 Fragen finden:
  1. Was bedeutet Digitalisierung (für mein Unternehmen, unser Marktsegment,…)?
  2. Was wird sich durch die Digitalisierung bei meinen Kunden verändern?
  3. Mit welchen Dienstleistungen/Services (in Verbindung von bisherigem Geschäft und Digitalisierung) kann ich meinen Kunden das Leben vereinfachen, verbessern, erleichtern,…?
In Kürze folgende Blogbeiträge werden aufzeigen, was im Kontext der Digitalisierung hinter diesen vermeintlich "einfachen" Fragen steckt.

Donnerstag, 17. März 2016

Wer oder was sind die Treiber für die Digitale Transformation?


Bereits jetzt steht schon fest, 2016 wird das Jahr der Studien und Umfragen zur Digitalisierung und Digitalen Transformation. Gerade in dieser Woche, pünktlich zur CeBIT, werden immer wieder neue Studien veröffentlicht und vor großem Publikum vorgestellt..

Die Studie von IFS hat zur Abwechslung mal versucht, die Treiber für die Digitale Transformation in Unternehmen zu erfragen. Dazu wurden über 1.000 CIOs, CTOs und andere maßgebliche IT-Verantwortliche aus unterschiedlichen Branchen in zwölf Ländern zum geschäftlichen Wandel ihrer Unternehmen befragt.

Zwei Drittel der Teilnehmer nannten die folgenden drei Faktoren als wichtig für die erfolgreiche Bewältigung von geschäftlichen Wandel:

  • Starkes Bewusstsein für die Unternehmensausrichtung
  • Klare Geschäftsziele
  • Funktionierende Unternehmensführung
Infografik zur Studievon IFS

Einflussfaktoren für den Wandel

Aus einer vorgegebenen Liste konnten die Teilnehmer die Faktoren auswählen, die ihr Unternehmens am stärksten verändern. Mit großem Abstand landeten „veränderte Kundenanforderungen“ mit 68% auf Platz eins, gefolgt von „Entscheidungsträgern der Geschäftsführungsebene (C-Level) mit 37% und der „Verfügbarkeit von Waren und Dienstleistungen“ mit 29%.

Bei der Betrachtung der Ergebnisse auf Länderebene wird deutlich wie unterschiedlich die Sicht der IT-Verantwortlichen in den einzelnen Ländern ist:

In Deutschland sehen die IT-Entscheider ähnlich wie im internationalen Ergebnis „veränderte Kundenerwartungen“ mit 69% als wichtigsten Faktor für den Wandel. An zweiter Stelle nennen sie mit 44% und damit deutlich höher als im Länderdurchschnitt „disruptive Technologien“ (25% weltweit). Auffallend ist die aus ihrer Sicht deutlich geringere Bedeutung (14%) als im Rest der Welt (37%), die sie den „Entscheidungsträgern der Geschäftsführungsebene“ zumessen. Den Einfluss des Staates auf geschäftlichen Wandel schätzen hierzulande gerade einmal 2% der IT-Verantwortlichen als bedeutend ein, – weltweit dagegen sind es immerhin 18%.

Schaut man sich die weiteren Länderergebnisse an, so sehen nur die IT-Verantwortlichen in den Benelux-Staaten und Norwegen den „Mitarbeiter“ als wichtigster Einflussfaktor für Veränderungen im Geschäftsleben (jeweils 44% gegenüber 28% weltweit).

Spanien ist übrigens das einzige Land im Rahmen der Befragung, in dem die IT-Entscheider mit jeweils 59% die Bedeutung der „C-Level-Führungskräfte“ genauso so hoch einschätzen wie den „Einfluss veränderter Kundenanforderungen“.

Wie sieht es mit den Treibern in Ihren Unternehmen aus?

Haben Sie sie schon erkannt? Was hält Sie jetzt noch davon ab aktiv zu werden?
Fehlende Manpower? Mangelndes Know how?
Schon mal über Unterstützung von außen nachgedacht?

Freitag, 5. Juni 2015

Was Kunden wirklich wollen: Transparenz, Individualität und Mitgestaltung



Digital Trends 2015@Microsoft
Alle zwei Jahre erhebt Microsoft eine Studie, in der 13.000 Konsumenten in 13 Ländern zu ihrem Umgang mit Geräten, Plattformen und Anwendungen befragt werden. Die aktuelle Studie unter dem Titel „Digital Trends 2015“ belegt, dass Konsumenten zur Organisation des Alltags zunehmend Technologie nutzten.

Eine zentrale Erkenntnis der Studie ist, dass 80 Prozent der Deutschen sind sich des Wertes ihrer digitalen Daten bewusst und wissen, dass diese für eine bessere Nutzererfahrung oder einen Gegenwert eingetauscht werden können. Jeder Zweite (43 Prozent) zeigt sogar Interesse daran, Informationen gegen eine Entlohnung einzutauschen – voraus-gesetzt es wird offengelegt, wofür die Daten benutzt werden.


Für Deutschland lassen sich folgende Trends zusammenfassen: 

IntelligentlyON
Um die Flut der Informationen aus dem Internet in den Griff zu bekommen, werden digitale Services gewünscht (49 Prozent) , mit denen man Inhalte direkt nach den eigenen persönlichen Interessen filtern und nach Relevanz organisieren kann
 

Realität neu definiert
Der Kunde 3.0 wird immer anspruchsvoller: 42 Prozent wünschen sich Geräte und Services, .die es ermöglichen die Grenzen zwischen digitaler und physikalischer Lebenswelt aufzuheben. Unternehmen, denen es gelingt eine Brücke zwischen diesen Lebenswelten zu schlagen und die Konsumenten sowohl online als auch offline erreichen, stehen vor einem großen Potential: Laut Angaben nutzen bisher nur 9 Prozent der Deutschen diese Dienste.
 


Recht auf meine Identität
Je öfter Verbraucher im Internet unterwegs sind, desto mehr hinterlassen sie Spuren. Daher wünschen sie sich ein höheres Maß an Kontrolle über ihr digitales Abbild: 70 Prozent der Deutschen haben Interesse an digitalen Diensten, die sie dabei unterstützen, ihre persönlichen Daten zu kontrollieren. 57 Prozent möchten selbst entscheiden, wie lange bestimmte Inhalte und Informationen online erscheinen. 


Life Analytics
Selftracking- für die einen Impuls der Neugierde, für die Anderen ein Hilfsmittel, bewusster, wenn nicht sogar gesünder zu leben. Die Möglichkeit, tägliche Bewegung, Trainingseinheiten, Kalorien etc. zu kontrollieren wird mit sogenannten Selftracking Diensten und Wearables immer interessanter. Gaben 2013 noch 41 Prozent der Deutschen an, noch nie ein Selftracking Gerät oder Service genutzt zu haben, waren es in der aktuellen Studie nur noch 25 Prozent.
 


Nischennetzwerke
Standardnetzwerke nach dem „One Fits All-Prinzip” werden immer uninteressanter. Gefragt sind Soziale Netzwerke, die sich an den speziellen Interessen der Nutzer orientieren: 38 Prozent der Deutschen wünschen sich „Nischennetzwerke”, die den Austausch zu einem bestimmten Thema erleichtern.
 


The New Age of Discovery
Kunden erwarten einfach mehr als nur den Standard: 37 Prozent der Nutzer wünschen sich, Anregungen und Angebote zu erhalten, die auf die persönlichen Interessen zugeschnitten sind. Gewinner werden Unternehmen sein, die ihre Kunden wirklich kennen: Mehr als jeder Dritte (35 Prozent) erwartet, dass Unternehmen die Bedürfnisse ihrer Kunden kennen und wünscht sich, Vorschläge für neue Produkte und Services zu erhalten.
 


Raum für Kreativität
Kunden möchten Einfluss nehmen und ihr digitales Leben mitgestalten. In Deutschland interessiert sich mehr als jeder Dritte (34 Prozent) für anpassbare Services und Produkte. Den Verbraucher bei der Gestaltung zu beteiligen, zahlt sich aus: 54 Prozent der deutschen Konsumenten geben an, dass sie eher bei einem Unternehmen einkaufen, das ihnen ermöglicht, Produkte mitzugestalten, als bei Unternehmen, die diese Möglichkeit nicht bieten. 


Eine Steilvorlage...
für alle, die ihre Kunden wirklich ernst nehmen wollen. Diese Studie liefert viele wertvolle Anregungen für jedes Unternehmen. Gerade in unser schnelllebigen Zeit  ist es wichtig, in regelmäßigen Abständen, seine Angebote, Services und Abläufe zu hinterfragen. Welchen der oben genannten Punkte werden Sie als erstes in Angriff nehmen?