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Freitag, 24. Januar 2014

" Auf ein Neues"...

Unter diesem Motto sind viele ins neue Jahr gestartet. Das Neue Jahr, für immer mehr Menschen kein wirklich besonderer Moment. Wie sagte ein Bekannter "war doch nur der Wechsel von Dienstag auf Mittwoch".  

War es das wirklich nur? 
Kein Schnitt? Kein Moment des Verharrens, der Besinnung oder gar des Rückblicks? Nichts? Haben Sie auch einfach nur ganz normal weiter gemacht? Keine Reflexion? Keine Ziele fürs neue Jahr?

Nicht dass ich etwas gegen Routinen hätte. Im Gegenteil. Vor allem seit uns die Neurowissenschaftler erklärt haben, wie (überlebens-)wichtig sie für uns Menschen sind. Tagtäglich sind wir mit unzähligen Entscheidungen konfrontiert. Gut wenn wir dann nicht auch noch über die ganz banalen Dinge nachdenken müssen und diese einfach nur routiniert "abspulen" können. Unangenehm wird es immer dann, wenn Routinen uns blockieren. Wenn sie uns abhalten. Wovon? Zum Beispiel von Dingen, die wir neu angehen wollen.  

Haben Sie wirklich keine Ziele für 2014?  
Ich meine nicht die üblich guten Vorsätze wie "abnehmen, aufhören zu rauchen, mehr Sport machen, mehr Zeit für die Familie" im privaten Bereich, die meist schon in der ersten Januarwoche vergessen sind. Oder gebetsmühlenhaft wiederholte Unternehmenesziele wie z.B. mehr Kundennähe, mehr Kunden-orientierung, etc... Aus diesen Absichtserklärungen wird in den seltesten Fällen etwas. Warum? 

Gibt man bei Google "Ziele erreichen" ein, so erhält man eine gigantische, eine schier endlose Trefferliste.  Den meisten Einträgen gemein ist der Hinweis auf das "SMART"
(SMART steht für Spezifisch, Messbar, Akzeptabel/Attraktiv, Realistisch, Terminiert) Modell , welches hilft, Ziele richtig zu formulieren. Es ist zu vermuten, dass die SMART Formel - dank Internet - bekannt ist. Trotzdem scheitern viele mit der Umsetzung ihrer Ziele. Woran liegt es? 

Mit der SMARTEN Formulierung ist es nicht allein getan. Jetzt sind wir wieder bei uns und unseren Routinen und Gewohnheiten. Sie stehen uns bei allem Neuem im Weg. Will man sich ein neues Vorgehen, eine Angewohnheit antrainieren, ist es notwendig durch regelmäßiges Wiederholen, alte Gewohnheiten zu durch-brechen, zu ändern. Unser Gehirn braucht Zeit, sich auf das Neue einzustellen. So wie wir z.B. Zeit gebraucht haben, sprechen, gehen oder Autofahren zu lernen. Für Neues brauchen wir Zeit und Raum für Wiederholung. Bleiben wir am Ball, trainieren wir uns so neue Gewohnheiten an. Je öfter, desto besser... Aber das klappt auch nicht immer. Warum?

Ein wichtiger Aspekt beim Festlegen von Zielen wird gerade in Unternehmen immer wieder vernächlässigt: die Relevanz der Ziele für die Mitarbeiter und deren Identifikation mit denselbigen. Viele Unternehmen legen die Ziele immer noch ohne direkte Einbeziehung der betroffenen Mitarbeiter fest. Kein Wunder, dass sie sich nur bedingt mit diesen Zielen identifizieren, Verantwortung übernehmen und sich engagiert für die Zielerreichung einsetzen. Das große Ziel am Ende nicht erreicht wird. Warum nicht mal die Mitarbeiter bei der Festlegung der Ziele für mit einbeziehen?

Plädoyer für Reflexion - ob zum Jahresende oder zwischendurch

Solange wir nicht darüber nachdenken wie wir Dinge tun, gibt es genau eine Möglichkeit, diese Dinge zu tun: nämlich so, wie wir sie immer tun.

 


Noch ein Tipp:
Für App Fans gibt es die App good habit maker, die bei der Umsetzung privater Ziele hilfreich sein kann.
Kennen oder haben Sie vielleicht sogar schon eine App, die bei der Realisierung unternehmerischer Ziele hilft?

Mittwoch, 16. Oktober 2013

Machen Sie den Rest von 2013 erfolgreich!

Hat der Oktober erst einmal begonnen, dann geht es Ruck, Zuck und ehe wir uns versehen, ist das Jahresende da. Das letzte Quartal des Jahres geht "gefühlt" immer schneller über die Bühne. Warum auch immer. Von heute bis zum Jahresende sind es noch genau 76 Tage, abzüglich der Wochenenden bleiben noch 50 Arbeitstag. Wenn Sie es nicht schon getan haben, dann ist jetzt genau der richtige Zeitpunkt für einen "Schlachtplan" für die noch anstehenden Wochen des Jahres. Warum?

Es dauert nicht mehr lange und überall spürt man die steigende Hektik: Krampfhaft wird versucht, bisher nicht Erreichtes um jeden Preis irgendwie noch hinzubekommen. Die Gefahr dabei ist jedoch, dass beim Drang ALLES noch irgendwie zu regeln, VIELES einfach nur schlecht gemacht wird.Der Preis ist hoch: Enttäuschte, unzufriedenen Kunden.

Daher 5 Tipps zum besseren Umgang mit der "Jahresendhektik":

1. Seien Sie realistisch - Weniger ist Mehr -
Abzüglich Wochenende und etwaiger Urlaubstage "zwischen den Jahren" verbleiben gerade mal 45 - 50 Arbeitstage. Vermutlich haben Sie auf Ihrer Liste Projekte, die einfach nicht realistisch waren, vielleicht sogar schon von Anfang an. Aufgehoben, heißt ja nicht aufgeschoben. 


Jetzt geht es darum, dass Sie sich bewusst für die Themen/Projekte entscheiden, die wirklich wichtig sind und dieses Jahr erfolgreich umgesetzt werden müssen. Priorisieren Sie gemeinsam mit Ihrem Team, welche Dinge Sie wie in der verbleibenden Zeit umsetzen wollen und welche Dinge auf 2014 verschoben oder vielleicht sogar ganz gestrichen werden. Diese neu gewonnene Klarheit wirkt befreiend und wird die notwendige Energie freisetzen, um die neu vereinbarten Ziele erfolgreich zu realisieren. Vor allem in der von Ihren Kunden gewohnten Qualität.
 
2. Aufgehoben ist nicht aufgeschoben
Wenn Sie es bisher noch nicht gemacht haben, weil einfach keine Zeit dafür war, dann sollten Sie sich jetzt für einen Tag aus dem Büroalltag ausklinken. "Allways on" ist Gift für die Reflexion, vor allem aber für die Planung der nächsten Monate. Gehen Sie "offline" und holen Sie sich gegebenfalls sogar Unterstützung von außen, um herauszufinden was dazu geführt hat, dass in diesem Jahr bestimmte Ziele immer wieder verschoben oder gar nicht angegangen wurden. Sind die Ziele nicht mehr relevant? Was hat sich seit dem Zeitpunkt, an dem <sie sie auf Ihren Plan gesetzt haben, verändert? Welche Folgen hat das Nichterreichen dieser Ziele für Ihr Unternehmen? Welche Bedeutung habe diese Ziele für das kommende Jahr?

3. Be SMART*
Es ist kein Geheimnis, dass Dinge, die messbar sind, auch wirklich gemacht werden. Vertrauen Sie daher nicht einfach nur darauf, dass Ihr Plan fürs letzte Quartal erreicht wird, sondern setzen Sie realistische Meilensteine und fixieren Sie die jeweiligen Maßnahmen zur Erreichung dieser Zwischenschritte. Und vergessen Sie nicht die Zielerreichung zu kontrollieren, um bei Bedarf frühzeitig Korrekturen einzuleiten.
(*SMART steht für Spezifisch, Messbar, Akzeptabel/Attraktiv, Realistisch, Terminiert)

4. Belohnung - damit der Turbo richtig in Fahrt kommt -

Gerade dann wenn man hinter Plan ist und der Berg vor einem wächst und wächst, ist es wichtig, sich im warsten Sinne des Wortes aus dem Loch, dem Tal zu holen. Was motiviert Sie, Ihr Team die Extrameile zu gehen? Was immer es ist, loben Sie es aus und Sie werden spüren wie Ihr Projekt auf einmal wieder Fahrt aufnimmt. Vergessen Sie die kleine Feier an wichtigen Etappenzielen nicht.

5. Wer sagt eigentlich, dass Sie alles allein machen müssen
Es gibt viele Gründe, warum Sie mit Ihren Projekten hinter Plan sind. Vielleicht liegt es auch daran, dass Sie glauben, alles alleine machen zu müssen oder gar zu können. Ist das wirklich so? Finden Sie keine Verbündete für Ihr Projekt? Lassen sich die Ressourcen in Ihrem Unternehmen nicht anders, besser verteilen? Haben Sie auch schon mal darüber nachgedacht, sich gebenbenfalls projektbezogen Unterstützung von außen zu holen? Was wird teuerer für Ihr Unternehmen, das Projekt nicht fristgerecht und erfolgreich unzusetzen oder sich die notwendige Manpower von außen einzukaufen? Verleihen Sie Ihrem Projekt Flügel, damit Sie den Erfolg und den Jahresausklang 2013 gebührend feiern können.